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Russlands neuer Tarnkappen-Jet:Erstflug der T-50 in Sibirien



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Russlands neuer Tarnkappen-Jet:Erstflug der T-50 in Sibirien

Beitragvon tarner » Sonntag 28. Februar 2010, 07:48

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Folgender Beitrag und die Bilder erscheinen mit freundlicher Genehmigung des Verlages Möller Neue Medien Verlags GmbH und des Redakteurs Detlef Billig.

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(Rainer W. During) Mit der Suchoi T-50 – auch als PAK FA bekannt – ist am 29. Januar das erste russische Kampfflugzeug der fünften Generation in Komsomolsk am Amur zu seinem Jungfernflug gestartet. Für die Luftfahrtindustrie des Landes bedeutet das die Rückkehr in die globale Spitzengruppe der Produzenten von Militärflugzeugen.

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Der Erstflug mit Sergei Bogdan im Cockpit dauerte 47 Minuten und wurde erstmals in der Geschichte der russischen Militärflugzeughersteller mediengerecht inszeniert. „Während des Fluges haben wir eine erste Überprüfung der Steuerung des Flugzeuges, der Triebwerksleistung und der Funktion der primären Systeme vorgenommen, das Fahrgestell eingezogen und wieder ausgefahren“, sagte Bogdan nach der Landung. „Das Flugzeug verhielt sich in allen für heute geplanten Testpunkten exzellent, es ist einfach und komfortabel für den Piloten.“ „Heute wurde ein Stück Weltgeschichte der Luftfahrt in Russland geschrieben“, betonte der Präsident der United Aircraft Corporation, Alexei Fedorow. Der Start eröffne der russischen Luftfahrt „neue Horizonte für den Rest des 21. Jahrhunderts und hoffentlich darüber hinaus“. Premierminister Wladimir Putin sagte, der Erstflug sei „ein wichtiger Schritt nach vorn“. Er verwies gleichzeitig darauf, dass noch viel Arbeit zu tun bleibe. Nach seinen Angaben sollen die ersten T-50 bereits in drei Jahren an die russischen Luftstreitkräfte ausgeliefert werden, der Beginn der eigentlichen Serienproduktion ist dann für 2015 vorgesehen.



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Die Typenbezeichnung überschneidet sich mit dem Fortgeschrittenen-Trainer T-50 „Golden Eagle“ der Korean Aerospace Industries. Die russische T-50 ist auch bekannt unter der Bezeichnung PAK FA, was für Perspektiwny Awiazionny Kompleks Frontowoi Awiazii steht, zu deutsch „Perspektivischer Flugkomplex der Frontfliegerkräfte“. Viele Leistungsdaten und Ausstattungsdetails werden bisher geheim gehalten. Mit einer geschätzten Startmasse von mehr als 30 Tonnen dürfte die T-50 zwischen ihren beiden amerikanischen Konkurrenten, der leichteren Lockheed-Martin F-35 Lightning II und der Lockheed-Martin/Boeing F-22 Raptor liegen. Als einzige Ausrüstungskomponente war bereits im vergangenen Jahr auf dem Moskauer Aero-Salon MAKS das vom Tichomirow-Forschungsinstitut für Gerätebau entwickelte Irbis-E-Radar gezeigt worden. Dabei handelt es sich um ein Active Electronically Scanned Array (AESA)-Radar-System mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung, mit dem sich bis zu 30 Luftziele in einem Umkreis von bis zu fast 400 Kilometern gleichzeitig erfassen lassen. Der Datenaustausch in Echtzeit sei sowohl mit Bodenstationen als auch mit anderen Flugzeugen möglich, teilte -Suchoi mit. Der Fighter sei mit einer „brandneuen“ Avionik ausgestattet, zu der auch eine „Electronic Pilot“-Funktion gehört. Das entlaste den Piloten und erlaube ihm, sich auf die taktische Einsatzmission zu konzentrieren.



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Durch die Verwendung von Kunststoffen und innovativen Technologien sowie die aerodynamische Auslegung der Maschine werde die Radarsignatur der T-50 drastisch verringert. Nach russischen Angaben verfügt das PAK FA über zwei 30-mm-Kanonen sowie einen zur Verbesserung der Stealth-Eigenschaften im Rumpf integrierten Munitionsbehälter, der acht Luft-Luft-Raketen oder zwei Lenkbomben aufnehmen kann. Darüber hinaus, so hieß es bei der Nachrichtenagentur Nowosti, könne die Maschine als Außenlast zwei „besondere Raketen“ mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern mitführen. Gegenüber der Presseagentur Nowosti dementierte der Chef des Triebwerksherstellers NPO Saturn, Alexej Fjodorow, dass es sich beim Antrieb der T-50 um eine Weiterentwicklung des aus dem AL-31-Familie entstandenen Turbofans 117C für die Su-35 handelt. Die PAK FA habe ein völlig neues Triebwerk, das der T-50 eine stärkere Schubleistung und eine höhere Manövrierfähigkeit erlaube.



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Einzelheiten dazu wurden nicht genannt. Einige -Beobachter bezweifeln allerdings, dass die Maschine bereits mit ihrem neuen Triebwerk fliegt. An der F-50 sind laut Suchoi-Generaldirektor Michail Podgosian mehr als 100 Zulieferer und strategische Partner beteiligt. Das PAK FA-Programm bringe die russische Luftfahrtindustrie auf eine völlig neue Technologie-Ebene. Zusammen mit modernisierten Kampfflugzeugen der vierten Generation werde die Maschine das Potential der russischen Luftwaffe für die nächsten Jahrzehnte darstellen. Podgosian betonte, dass die Zusammenarbeit mit den indischen Partnern fortgesetzt werde. Bei Hindustan Aeronautics wird bereits die Su-30MKI für die indische Luftwaffe in Lizenz gefertigt. Die Inder wollen 250 Exemplare einer nach ihrer Spezifikation weiterentwickelten, zweisitzigen Version der T-50 und sollen sich mit einem erheblichen Anteil an den auf acht bis zehn Milliarden US-Dollar geschätzten Entwicklungskosten für den neuen Stealth-Fighter beteiligen. Ein entsprechender Vertrag wird seit Jahren verhandelt. Er sei überzeugt davon, dass die PAK FA nicht nur die Verteidigungskraft beider Länder stärken -werde, sondern auch seine westlichen Konkurrenten hinsichtlich der Kosteneffektivität übertreffen und einen erheblichen Weltmarktanteil erreichen werde, erklärte Podgosian.
M o d e l l b a u - freundliche Grüsse
Vasilij "Tarner" Ratej


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